Durch das Leben unter unhygienischen Bedingungen ist das Immunsystem der Kinder und Erwachsenen ziemlich geschwächt, weil es besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Sanitäre Anlagen und Kanalisation sind weitgehenst unbekannt. Getrunken wird wie eh und je das ungefilterte Wasser des Flusses [für Filtergeräte haben die Menschen kein Geld]. Mittlerweile konnten 3 Brunnen aus deutschen Spendengeldern gebaut werden, aber es besteht weiterhin Bedarf, noch viel mehr für die Trinkwasserversorgung in der Region zu tun. Das Flußwasser ist mittlerweile mit Quecksilber von den Goldgräber und Fekalien anderer Städte belastet. So besitzen die Menschen im Gebiet des RioNegros nicht mehr ihre vollen Abwehrkräfte und sind anfallig für vielerlei Erkrankungen, für die es praktisch keine für die Bevölkerung erschwinglichen Medikamente gibt. Auch ist in der Region die Säuglingssterberate erschreckend hoch.

35% der Neugeborenen überstehen das erste Lebensjahr leider nicht.





Die weit verbreitesten Krankheiten sind:

Medizinische Versorgung ist Mangelware

In der Region des RioNegro gibt es fast keine Ärzte. Die wenigen Idealisten unter den Ärzten fahren mit Booten von Dorf zu Dorf und kommen so in einem Intervall von 4-6 Wochen zu den Versorgungsbedürftigen. Die meisten Mediziener ziehen es vor , eine gut laufende Praxis in großen Städten zu führen oder widmen sich lieber einer Festanstellung in einer der vielen Privatkliniken. Sich im Amazonasgebiet für arme Menschen aufzuopfern ist lange nicht so lukrativ und kompfortabel wie ein Medizienerleben in der 1.Welt Brasiliens. Verständlich wenn man weiss, dass die Regenwaldärzte gar nicht oder nur zu einem geringen Anteil staatlich mitfinanziert werden,
  • Malaria
  • Tuberkulose
  • Anemie
  • Würmer
  • Rheuma
  • Cholera
  • Röteln, Masern, Mums bei Indions

Für viele kommt der Tod durch:

  • Schlangenbisse (prophylaktisch Knoblauchzehen um die Knöchel beim barfuß laufen), Antiseren sind sogut wie nicht erhältlich.
  • Mums, Masern und Rötel, weil diese Krankheiten bei den Indios nicht existen waren und das Abwehrsystem auf diese Krankheitsstämme nicht eingerichtes ist.
  • fehlende Schutzimpfungen (die Regierung finanziert nur vor den Wahlen eine Impfung, die aber aufgrund der großen Entfernungen lange nicht für alle erreichbar ist). So sterben noch viele durch Wundstarrkrampf oder werden zu Pflegefällen durch Kinderlähmung.
  • Notwendige Operationen können oft nicht durchgeführt werden. Die bei leichten Erkrankungen recht wirkungsvollen pflanzlichen Heilmittel sind bei solchen Fällen wirkungslos. Dann bedeutet ein entzündeter Blinddarm oder eine andere operativ einfach korregierbare Verletzung den sicheren, langsamen und quallvollen Tod.

Aber auch hier konnte mit einer Naturheilmittel-Apotheke viel getan werden.

Die medizinische Grundversorgung wird auch durch die aus deutschen Spendengeldern aufgebaute Naturheil-Apotheke mit gewährleitet. der Hilfradius dieser Apotheke mit den wirksamen Heilpflanzen aus dem Regenwald hat mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Die Mittel werden seit geraumer Zeit auch von den umliegenden Städten aus angefordert.
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