Hunger ist uns in der 1. Welt ziemlich fremd...in der 3.Welt nicht !

Wissen wir überhaupt was Hunger ist ? Klar, wir kennen den Hunger, aber wir kennen auch genügend Dinge, die den kleinen Hunger zwischendurch stillen können. Wir in Deutschland haben alle die Möglichkeit, unsere 3 Mahlzeiten pro Tag einzunehmen und oft genug tun wir dies auswärts in unserem Lieblingsrestaurant. Bei uns Zuhause ist meistens das Nötigste im Kühlschrank oder der Vorratskammer vorhanden. Wenn nicht, gehen wir zum Supermarkt um unsere Vorräte wieder aufzufrischen.

Die meisten Brasilianer (ca. 80% leben in absoluter Armut) besitzen diese Möglichkeiten leider nicht. Sie haben nicht das regelmäßige Einkommen, um sich und ihre Familien auch nur annähernd so zu ernähren wie wir es gewohnt sind. Die meisten sind schon glücklich, wenn Sie eine einfache Mahlzeit mit Bohnen, Maniok oder Reis pro Tag zelebrieren können. Einen Kühlschrank haben die wenigsten und wenn, dann ist gähnende Leere in ihm. Die Menschen kennen das Gefühl, mit großem Hunger ins Bett zu gehen, in der Hoffnung, daß der nächste Tag eine Blechtasse Reis mit Bohnen beschert. Viele versuchen, sich durch den Fischfang eine Mahlzeit zu ergattern, aber die Gewässer am RioNegro und Amazonas sind mittlerweile total überfischt.
Exotische Früchte sind im Regenwald zwar genügend zu bekommen, aber zur Regenzeit ist diese vitaminreiche und gesunde Nahrung nicht mehr vorhanden. Dies ist dann die schlimmste Zeit für die Bevölkerung. So besteht dann für viele die Ernährung aus kleinen Fischen (große sind nur noch schwer zu fangen) und dem Maniok, einer stärkehaltigen Wurzel ähnlich unser Kartoffel. Die Zubereitung der Maniokwurzel ist aufgrund ihrer Blausäurehaltigkeit nicht einfach und nur in speziellen Kochgeräten möglich. Viele haben diese nicht und sind auf die Hilfe ihrer Nachbarn angewiesen um ihre tägliche Maniok-Ration zubereiten zu können. Fertiges Maniok-Mehl zu kaufen ist für die meisten zu teuer.

Bei uns in Deutschland ist dies "glücklicherweise" alles ein bißchen anderst Es mittlerweile selbstverständlich geworden quasi täglich Fleisch zu essen, aber in Brasilien ist dies purer Luxus. Die Brasilianer machen unheimlich gerne ihr geliebtes Churrasco (brasilianische Art zu Grillen) nur leider können es sich die wenigsten leisten. Die kostengünstige Alternative zu Fleisch sind die Bohnen, die durch ihren hohen Eisengehalt durchaus den gleichen Nährwert besitzen. Aber was ist, wenn das Geld einmal nicht ausreicht, um sich und seiner Familie diese einfachen Dinge kaufen zu können ? Zu wissen, das sein eigenes Kind heute abend mit knurrendem Magen ins Bett gehen wird ? Und dabei die Gewissheit zu haben auch Morgen an diesen Umständen nichts ändern zu können, weil die Möglichkeit etwas Geld zu verdienen auch Morgen recht gering ist ? Versuchen Sie sich in diese Lage zu versetzen und abstrahieren Sie, wie dankbar Sie wären für zwei Kilo Bohnen und 3 Kilo Reis. Sie könnten damit Ihren Lieben in den nächsten Tage satt machen und glücklich gute Nacht wünschen.....

....denken Sie einfach einmal darüber nach ;

....vielleicht schaffen Sie durch eine Spende einen solchen Moment für einen armen Menschen !!!

leere Maniok-Kochstelle
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