Die Hilfsprojekte beschränken sich derzeit noch auf das Gebiet des RioNegros und die Armenviertel (br.: Favelas) vor den Toren Manaus. Der RioNegro ist mit ca. 2200 KM Länge der größte Nebenfluss des Amazonas. Er hat durch seinen hohen Anteil von organischen Schwebestoffen eine fast schwarze Farbe. Der Aktionsradius der Sozialstation Barcelos, die in der Gemeinde von Nossa Sra. da Imaculada Conceicao liegt, erstreckt sich über das riesige Gebiet von über 130.000 QKm. Die Entfernung zur Stadt Manaus beträgt 500Km. Die Bevölkerung in dieser Region besteht aus Caboclos und Indios, von denen über 90% in absoluter, unvorstellbarer Armut und großem Elend dahinvegitieren. In dieser 3.Weltregion sind die folgenden Hilfsprojekte organisiert. Diese Aktivitäten werden durch die Einnahmen mitfinanziert, die über den BSC im Internet generiert werden. Die Projekte im einzelnen:
  • Projekt Fische
  • Projekt Ziegenmilch
  • Projekt Barcelos
  • Projekt Regenwaldärzte
  • Projekt Indios
  • Projekt Fische (br.:Peixe)

    Fischzucht zur Auffrischung der Fischbestände
    Peixe bedeutet Fisch auf brasilianisch. Weil alle am Fluß lebenden Menschen vom Fischfang leben und sich so ernähren, sind die Gewässer am RioNegro mittlerweile ziemlich leergefischt. Um Fischsetzlinge nicht für teures Geld anliefern lassen zu müssen, wurden 2 Anzuchtteiche mit Hilfe von deutschem KnowHow aufgebaut. So ist es nun möglich, kostengünstig Fische anzuzüchten und die Fischpopulation im Flußdelta wieder zu erhöhen. Nur so kann diese wichtige Nahrungsgrundlage auch zukünftig noch in Anspruch genommen werden. Dies ist das bisher größte und kostenintensivste Projekt, das am RioNegro realisiert wurde.
    Ziegenmilch gegen Mangelerscheinungen bei Kindern
    Aufgrund der einseitigen Ernährung haben die Kinder Mangelerscheinungen, ähnlich den Kindern aus den Dürregebieten Afrikas. Nicht nur sind ihre Bäuchlein aufgebläht, sondern das Haar ist so spröde, das es bricht oder ausgeht. Diese Mangelerscheinungen sind laut Meinung der Regenwaldärzte durch regelmäßiges Trinken der fett- und nährstoffreichen Ziegenmilch zu beheben. Schön wäre es, für jede Familie mit Kindern eine Ziege beschaffen zu können. Die Haltung der Ziege wäre für alle Familien zu bewerkstelligen. Für umgerechnet 10 DM kann man ein solches Tier kaufen...also ein relativ geringer Aufwand mit einem großen Effekt für die leidtragenden Kinder.

    Projekt Ziegenmilch (br.:Late de Cabrito)

    Projekt Boot für Barcelos

    Boot für die Sozialstation Barcelos
    Vor kurzem wurde endlich ein Boot angeschaft. Mit dem Außenbordmotor ist nun endlich das schnelle Reisen in andere Dörfer möglich geworden. Zur Zeit wird auch der Kauf von wenigen Lebensmitteln und ein Teil der Lohnkosten des dort beschäftigten Personal mit den Spendengeldern finanziert. Geplant ist die Expansion der Hilfsmaßnahmen in die Regenwaldregion und der Bau einer Schule und eines medizinischen Raumes, in dem auch einmal Notoperationen durchgeführt werden können.
    Organisation von Bootvisiten der Regenwaldärzte
    Je nach finanzieller Lage können solche Aktionen in Abständen von 6-12 Wochen durchgeführt. Wie Lange und mit wieviel Medikamenten und Impfstoffen das Boot mit seinem Außenbordmotor in die Tiefen des Regenwaldes schippert, hängt von den finanziellen Mitteln ab. Diese Aktionen zwar sehr wichtig, aber im Vergleich zur Nahrungsmittelunterstützung relativ kostenintensiv. Im Wunschdenken fest verankert ist der Gedanke, einen fest stationierten Arzt mit seinem eigenen Boot in Barcelos zu haben, aber dies steht aufgrund des geringen Budgets derzeit noch nicht zu Diskussion.

    Projekt Regenwaldärzte (br.:Medicos)

    Projekt Indios

    Unterstützung und Betreuung mehrerer Indiostämme
    Auch diese Tief im Regenwald liegenden Lebensgemeinschaften werden mit dem Boot von Barcelos aus angefahren. Reis, Salz, Zucker und einfache Vitaminpräperate sind eine willkommene Ergänzung zu allem was die Indios durch jagen und sammeln als Nahrungsgrundlage haben. Im Rahmen der medizinischen Exkursionen werden auch diese Indiostämme mitbetreut. Nur durch die Vorort-Betreuung könne diese alten, sensiblen Indiokultur in ihrer Ursprünglichkeit weitgehend erhalten werden.
    BSC SpendenKonto-Nr.: 32 08 89
    Bankleitzahl: 500 502 01
    Copyright BrazilSocialClubSite powered by J2EE